Siporex

Konstruktionssystem:

Tafelbauweise

Kraftableitung:

Allwandtragwerk

Lizenzherkunft:

Deutschland

Lizenzgeber:

Deutsche Siporex GmbH, Essen

Lizenznehmer:

Siporex Hamburg GmbH, Hamburg-Neuengamme; Nordeutsche Siporex GmbH, Schneverdingen; Rheinische Siporex GmbH, Voerde-Emmelsum, Kr. Dinslaken; Karl Stöhr KG, Siporex-Gasbetonwerk, Huttenheim/Baden

Betonwerke:

Hamburg, Schneverdingen, Voerde-Emmelsum, Huttenheim

Ort der Fertigung:

Stationäre Fabrik
[Abb. 314] „Fügepunkt Außenwand/Decke des System Siporex“ von Rüdiger, Fynn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Das System Siporex ist ein System für den Großtafelbau, welches von der Deutsche Siporex GmbH, Essen in Deutschland entwickelt und in der Bundesrepublik von den Lizenznehmern Siporex Hamburg GmbH, Hamburg-Neuengamme; Norddeutsche Siporex GmbH, Schneverdingen; Rheinische Siporex GmbH, Voerde-Emmelsum; Karl Stöhr KG, Siporex-Gasbetonwerk, Huttenheim/Baden erworben wurde. Basierend auf dem System wurden im Umkreis von ~200 km von den Betonwerken hauptsächlich freistehende Einfamilienhäuser und Reihenhaustypen vorgefertigt und montiert. Dabei wurden alle Bauteile in einer stationären Fabrik produziert. Zum Stand von 1969 wurden insgesamt ~600 Wohneinheiten fertiggestellt mit einer jährlichen Kapazität von insgesamt ~5000 (alle Lizenznehmer). Rentabel war das System ab 3 – 5 Häusern, jedoch sind auch Einzelhäuser möglich. Bei Gebäuden des Systems Siporex erfolgt die Kraftabtragung über die Quer- und Längswände, wobei die Fassade tragend ist. Die tragenden Wände sind 15 – 20 cm dick und aus GSB 35 Gasbeton gefertigt. Die nichttragenden Wände sind 7,5 u. 10 cm dick und aus GSB 35 Gasbeton gefertigt. Wohnungstrennwände sind 20 cm dick und aus GSB 35 Gasbeton gefertigt.

Quellen:

[48] Berndt, Kurt. Die Montagebauarten des Wohnungsbaues in Beton / von Kurt Berndt. Bauverl., 1969.
[53] T. Schmid, C. Testa, Bauen mit System, 1969.