Munte

Konstruktionssystem:

Großtafelbauweise

Kraftableitung:

Querwandtragwerk

Lizenzherkunft:

Deutschland

Lizenzgeber:

Karl Munte, Betonwerk, Salzgitter-Lebenstedt

Lizenznehmer:

Betonwerke:

Salzgitter-Lebenstedt

Ort der Fertigung:

Stationäre Fabrik
[Abb. 293] „Fügepunkt Außenwand/Decke des System Munte“ von Rüdiger, Fynn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Das System Munte ist ein System für den Großtafelbau, welches von Karl Munte, Betonwerk, Salzgitter-Lebenstedt in Deutschland entwickelt und in der Bundesrepublik von dem gleichnamigen Unternehmen angewendet wurde. Basierend auf dem System wurden im Umkreis von ~100 km von den Betonwerken vor allem mehrgeschossige Zeilen- und Punkthäuser vorgefertigt und montiert. Dabei wurden alle Bauteile in einer stationären Fabrik produziert. Zum Stand von 1969 hatte die Firma Karl Munte ~1500 fertiggestellte Wohneinheiten und eine jährliche Kapazität von ~500. Rentabel war das System ab ~50 Wohneinheiten bei einem vorhandenen Typengrundriss, sonst ab ~200 Wohneinheiten pro Bauvorhaben. Bei Gebäuden des Systems Munte erfolgt die Kraftabtragung über die Querwände, wobei die Fassade nicht tragend ist. Die tragenden Wände sind 14 – 20 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt. Die nichttragenden Wände sind 7 -10 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt. Wohnungstrennwände sind 20 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt.

Quellen:

[48] Berndt, Kurt. Die Montagebauarten des Wohnungsbaues in Beton / von Kurt Berndt. Bauverl., 1969.
[56] Schriftenreihe des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Versuchs- und Vergleichsbauten und Demonstrativmaßnahmen, Betonfertigteilbauten, 1974.