Koncz

Konstruktionssystem:

Großtafelbauweise

Kraftableitung:

Querwandtragwerk

Lizenzherkunft:

Schweiz

Lizenzgeber:

Dr.-Ing. T. Koncz, Ber. Ing. SIA Zürich

Lizenznehmer:

J. Dobler OHG, Kaufbreuen

Betonwerke:

Kaufbeuren

Ort der Fertigung:

Stationäre Fabrik
[Abb. 265] „Fügepunkt Außenwand/Decke des System Koncz“ von Rüdiger, Fynn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Das System Koncz ist ein System für den Großtafelbau, welches von Dr.-Ing. T. Koncz, Ber. Ing. SIA, Zürich in der Schweiz entwickelt und in der Bundesrepublik von dem Lizenznehmer J. Dobler OHG, Kaufbeuren erworben wurde. Basierend auf dem System wurden im Umkreis von ~70 – 80 km von den Betonwerken von mehrgeschossigen Zeilen bis zu 25 geschossigen Hochhäusern alle Typen vorgefertigt und montiert. Dabei wurden alle Bauteile in einer stationären Fabrik produziert. Zum Stand von 1969 hatte die Firma J. Dobler OHG ~1000 fertiggestellte Wohneinheiten und in Deutschland eine jährliche Kapazität von ~250. Rentabel war das System ab ~25 Wohneinheiten bei einem vorhandenen Typengrundriss, sonst ab ~100 Wohneinheiten pro Bauvorhaben. Bei Gebäuden des Systems Koncz erfolgt die Kraftabtragung über die Querwände, wobei die Fassade nicht tragend ist. Die tragenden Wände sind 14 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt. Die nichttragenden Wände sind 7 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt. Wohnungstrennwände sind 18 cm dick und aus B 300 Beton gefertigt.

Quellen:

[48] Berndt, Kurt. Die Montagebauarten des Wohnungsbaues in Beton / von Kurt Berndt. Bauverl., 1969.
[55] T. Koncz, Handbuch der Fertigteil-Bauweise – Band 3, 1970.