Allbeton

Konstruktionssystem:

Mischbauart

Kraftableitung:

Querwandtragwerk

Lizenzherkunft:

Schweden

Lizenzgeber:

AB Skanska Cementgjuteriet, Malmö; Skanska Baugesellschaft mbH., Hamburg

Lizenznehmer:

Hermann Schäfer Bauunternehmen, Berlin; Dyckerhoff & Widmann KG, Hauptverwaltung München; Wilhelm Radmer Bau und Beton KGaA, München; Hans Maier GmbH & Co., München; Josef Riepe Bauunternehmung f. Hoch- u. Tiefbau, Abt. Fertigbau, München; Betonelementbau Büscher, Münster; Hochtief, AG für Hoch- und Tiefbauten, Essen; R. Schönwasser GmbH. Hoch und Tiefbau, Fürth

Betonwerke:

n/a

Ort der Fertigung:

Baustellenfertigung und Stationäre Fabrik oder Feldfabrik
[Abb. 359] „Fügepunkt Außenwand/Decke des System Allbeton“ von Rüdiger, Fynn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Das System Allbeton ist ein Verfahren für die Mischbauweise, welches von der AB Skanska Cementguteriet, Malmo und der Skanska Baugesellschaft mbH., Hamburg in Schweden entwickelt und in der Bundesrepublik von den Lizenznehmern Hermann Schäler Bauunternehmen, Berlin; Dyckerhoff & Widmann KG, Hauptverwaltung München; Wilhelm Radmer Bau und Beton KGaA, München; Hans Maier GmbH & Co., München; Josef Riepl Bauunternehmung f. Hoch- u. Tiefbau, Abt. Fertigteilbau, München; Betonelementbau Büscher, Münster; Hochtief, AG für Hoch- u. Tiefbauten, Essen; R. Schönwasser GmbH. Hoch- u. Tiefbau, Fürth erworben wurde. Bei dem Verfahren werden die inneren Wände mithilfe von vorgefertigten Schaltafeln hochgezogen. Die Fassade wird danach vorgehangen und besteht aus Fertigteilen. Basierend auf dieser Bauweise wurden alle Wohnungstypen von 2 – 26 Geschossen gebaut, besonders geeignet sind Zeilen- und Punkthäuser. Zum Stand von 1966 wurden von den Lizenznehmern so insgesamt ~15500 Wohneinheiten fertiggestellt, während jeder eine jährliche Kapazität von ~1000 – 2000 hatte. Rentabel war das System ab ~150 – 200 Wohneinheiten pro Bauvorhaben. Bei Gebäuden des Allbeton Systems erfolgt die Kraftabtragung über die Querwände, wobei die Fassade nicht tragend ist. Die tragenden Wände sind 15 cm dick und aus B 225 Beton gefertigt. Die nichttragenden Wände sind 7,5 cm dick und aus Gasbeton gefertigt. Wohnungstrennwände sind 18 cm dick und aus B 225 Beton gefertigt.

Quellen:

[34] Neue Heimat Magazine, 11/1966.
[36] Neue Heimat Magazine, 3/1967.
[38] Neue Heimat Magazine, 1/1972.
[39] Hochtief Nachrichten, 3/1973.
[48] Berndt, Kurt. Die Montagebauarten des Wohnungsbaues in Beton / von Kurt Berndt. Bauverl., 1969.
[49] W. Schüle, R. Jenisch, H. Lutz, Bauphysikalische Untersuchungen an Großtafelbauten aus Beton und Stahlbeton, 1969.
[50] W. Triebel, G. Achterberg, K. H. Hampe, E. Janik, Rationelles Bauen mit Fertigteilen, 1968.
[52] R. Autenrieth, Montagebauweisen im mehrgeschossigen Wohnungsbau, 1964.
[53] T. Schmid, C. Testa, Bauen mit System, 1969.