Beton- und Monierbau

Konstruktionssystem:

Großtafelbauweise

Kraftableitung:

Allwandtragwerk

Lizenzherkunft:

Deutschland

Lizenzgeber:

Beton- und Monierbau AG, Hauptverwaltung Düsseldorf

Lizenznehmer:

Betonwerke:

Essen-Steele

Ort der Fertigung:

Stationäre Fabrik, Feldfabrik
[Abb. 167] „Fügepunkt Außenwand/Decke des System Beton- und Monierbau“ von Rüdiger, Fynn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Das System Beton & Monierbau ist ein System für den Großtafelbau, welches von der Beton- und Monierbau AG, Hauptverwaltung Düsseldorf in Deutschland entwickelt und in der Bundesrepublik von dem gleichnamigen Unternehmen angewendet wurde. Basierend auf dem System wurden im Umkreis von ~60 km von den Betonwerken vor allem mehrgeschossige Reihen-, Punkt- und Hochhäuser vorgefertigt und montiert. Dabei wurden die Bauteile entweder in einer stationären Fabrik oder in einer Feldfabrik auf der Baustelle produziert. Zum Stand von 1969 hatte die Firma Beton- und Monierbau ~1800 fertiggestellte Wohneinheiten und eine jährliche Kapazität von ~600. Rentabel war das System ab ~200 Wohneinheiten pro Bauvorhaben. Bei Gebäuden des Systems Beton- und Monierbau erfolgt die Kraftabtragung über die Quer- und Längswände, wobei die Fassade tragend ist. Die tragenden Wände sind 10 – 14 cm dick und aus B 225 oder B 300 Beton gefertigt. Die nichttragenden Wände sind 7,5 cm dick und aus Schaumbeton gefertigt. Wohnungstrennwände sind 18 cm dick und aus B 225 oder B 300 Beton gefertigt.

Quellen:

[34] Neue Heimat Magazine, 11/1966.
[36] Neue Heimat Magazine, 3/1967.
[38] Neue Heimat Magazine, 1/1972.
[42] Der Monierbauer, Heft 3, Juli, 1967.
[48] Berndt, Kurt. Die Montagebauarten des Wohnungsbaues in Beton / von Kurt Berndt. Bauverl., 1969.
[56] Schriftenreihe des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Versuchs- und Vergleichsbauten und Demonstrativmaßnahmen, Betonfertigteilbauten, 1974.
[57] Der Monierbauer, Heft 1, Januar, 1967.