„Most bathrooms are built like cupboards“, heißt es in Peter Greenaways Inside Rooms: 26 Bathrooms. Der Film kritisiert die räumliche Enge des Badezimmers und zeigt zugleich, wie Menschen sich diesen funktionalen Raum aneignen, als Ort des Lesens, Denkens oder Spielens. Zwischen Intimität und Alltag entsteht so ein vielschichtiger Raum.
Im Garather Schlossviertel wird diese Reduktion deutlich. Die Bäder sind funktional, aber eng und eher Schränke als Räume. Für die vielen älteren und körperlich eingeschränkten Bewohner*innen werden sie zur zusätzlichen Herausforderung.
Diese Beobachtung bildet den Ausgangspunkt des Entwurfs. Startpunkt ist der Mittelteil des Gebäudes vom Typ ZW7. Das private Bad wird dort auf das Notwendige konzentriert und barrierefrei umgebaut. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf dem individuellen Badezimmer, sondern auf gemeinschaftlich genutzten Flächen und der Sichtbarkeit des Wassers, einem Element, das im Wohnungsbau meist technisch verborgen bleibt.
Ein neuer Laubengang fasst die bislang indifferenzierte Erschließung mehrerer Gebäudeteile zu einer gemeinsamen Struktur zusammen. In Verbindung mit den neu angeordneten Gemeinschaftsräumen wird die Erschließung vom reinen Durchgangsraum zu einem sozialen Ort, der Begegnung im Alltag ermöglicht und auf die beklagte Anonymität antwortet. Die Bäder in den oberen Geschossen werden barrierefrei angepasst, das Erdgeschoss des mittleren Gebäudeteils wird rollstuhlgerecht organisiert. Durch das Hinzufügen eines neuen Treppenturms können zwei alte Treppenräume den angrenzenden Wohnungen zugeschlagen werden.
Gleichzeitig wird Wasser als Ressource architektonisch sichtbar gemacht. Die angefügte Struktur sammelt Regenwasser und leitet es in ein Becken in der ehemaligen Tiefgarage. Nach der Aufbereitung wird es als Brauchwasser in Tanks auf den Erschließungstürmen und Gemeinschaftsräumen gespeichert. Die Konstruktion trägt zudem Solarthermiepaneele und prägt mit ihrem bewusst technoiden Charakter das Erscheinungsbild des Eingriffs.
„Most bathrooms are built like cupboards“, heißt es in Peter Greenaways Inside Rooms: 26 Bathrooms. Der Film kritisiert die räumliche Enge des Badezimmers und zeigt zugleich, wie Menschen sich diesen funktionalen Raum aneignen, als Ort des Lesens, Denkens oder Spielens. Zwischen Intimität und Alltag entsteht so ein vielschichtiger Raum.
Im Garather Schlossviertel wird diese Reduktion deutlich. Die Bäder sind funktional, aber eng und eher Schränke als Räume. Für die vielen älteren und körperlich eingeschränkten Bewohner*innen werden sie zur zusätzlichen Herausforderung.
Diese Beobachtung bildet den Ausgangspunkt des Entwurfs. Startpunkt ist der Mittelteil des Gebäudes vom Typ ZW7. Das private Bad wird dort auf das Notwendige konzentriert und barrierefrei umgebaut. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf dem individuellen Badezimmer, sondern auf gemeinschaftlich genutzten Flächen und der Sichtbarkeit des Wassers, einem Element, das im Wohnungsbau meist technisch verborgen bleibt.
Ein neuer Laubengang fasst die bislang indifferenzierte Erschließung mehrerer Gebäudeteile zu einer gemeinsamen Struktur zusammen. In Verbindung mit den neu angeordneten Gemeinschaftsräumen wird die Erschließung vom reinen Durchgangsraum zu einem sozialen Ort, der Begegnung im Alltag ermöglicht und auf die beklagte Anonymität antwortet. Die Bäder in den oberen Geschossen werden barrierefrei angepasst, das Erdgeschoss des mittleren Gebäudeteils wird rollstuhlgerecht organisiert. Durch das Hinzufügen eines neuen Treppenturms können zwei alte Treppenräume den angrenzenden Wohnungen zugeschlagen werden.
Gleichzeitig wird Wasser als Ressource architektonisch sichtbar gemacht. Die angefügte Struktur sammelt Regenwasser und leitet es in ein Becken in der ehemaligen Tiefgarage. Nach der Aufbereitung wird es als Brauchwasser in Tanks auf den Erschließungstürmen und Gemeinschaftsräumen gespeichert. Die Konstruktion trägt zudem Solarthermiepaneele und prägt mit ihrem bewusst technoiden Charakter das Erscheinungsbild des Eingriffs.
HYGIENE – “bare minimum” – bis 4 Personen
KLEINER LUXUS – bis 14 Personen
GETEILTE RÄUME – bis 150 Personen
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