Essen-Bergmannsfeld

Städtebauliche Planung:

Planungsabteilung Neue Heimat NRW in Abstimmung mit dem Planungsamt der Stadt Essen

Architektur:

Planungsabteilung Neue Heimat NRW; Arch. Dr. Lautz

Bauträger:

Neue Heimat NRW; Westdeutsche Heimbau GmbH; Essen Immobiliengesellschaft Dr. Görtmüller AG, Düsseldorf

Bauunternehmen:

Beton- und Monierbau AG, Hauptverwaltung Düsseldorf; Hochtief AG, Niederlassung Ruhrgebiet

Verwendete Systeme:

Beton- und Monierbau; Allbeton-Hochtief; Mantelbeton-Hochtief

Beteiligte Betonwerke:

Beton- und Monierbau, Essen-Steele

Bauzeit:

1966 – 1970

Wohneinheiten:

~2000 WE

Fläche:

~30 ha
[Abb. 33] „Schwarzplan Essen-Bergmannsfeld “ von Eicke, Finn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Die Wohnanlage “Bergmannsfeld” ist ein 1970 fertiggestellter Teil des Essener Stadtteils Friesenbruch. Geplant wurde er Mitte der 60er von der Planungsgemeinschaft “Neue Heimat NRW”, welche von 1966 bis 1970 auf insgesamt 30 ha über 2000 Wohneinheiten errichtete. Schon im Entwurf wurde auf eine rationalisierte Bauweise geachtet, weshalb für die Hochbauplanung Typen verwendet wurden, welche schon von der Beton- und Monierbau AG und der Hochtief AG in “Monheim Süd” errichtet worden sind. Diese wurden nur noch in technischer und gestalterischer Hinsicht angepasst. Die Bauaufgabe wurde in insgesamt fünf Bauabschnitte aufgeteilt. Die Gebäude der Beton- und Monierbau AG wurden in einem eigens entwickelten Großtafelbau-System im Betonwerk “Essen-Steele” vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch aufgebaut. Die Hochtief AG dagegen setze auf das in Schweden entwickelte Allbeton-Verfahren, um ihre Gebäude zu errichten. Neben diesen beiden Systemen wurden auch zwei Hochhäuser, entworfen von Architekt Dr. Lautz, im Mantelbeton-Verfahren gebaut. Um die damals stark verschmutzten Luft Essens nicht noch mehr zu verpesten, baute man damals für die Zeit moderne Elektrospeicheröfen ein. Um die Nahversorgung zu gewährleisten, wurde quer durch die Siedlung ein Ladenzentrum, eine Schule und Kirchen beider Konfessionen geplant.

Quellen:

[36] Neue Heimat Magazine, 3/1967.
[39] Hochtief Nachrichten, 3/1973.
[43] Der Monierbauer, Heft 4 Oktober, 1970.