Ratingen-West

Städtebauliche Planung:

Neue Heimat NRW, Dipl. Ing. Grasse, Dipl. Ing. Haase in Abstimmung mit dem Planungsamt der Stadt Ratingen

Architektur:

Planungsabteilung Neue Heimat NRW, Dipl. Ing. Englert, Dipl. Ing. Rudolph

Bauträger:

Neue Heimat NRW

Bauunternehmen:

Beton- und Monierbau AG, Hauptverwaltung Düsseldorf; Hochtief AG, Niederlassung Ruhrgebiet

Verwendete Systeme:

Allbeton-Beton- & Monierbau; Allbeton-Hochtief; Stahltunnel-Hochtief

Beteiligte Betonwerke:

n/a

Bauzeit:

1967 – 1972

Wohneinheiten:

~ 4500 WE

Fläche:

~ 95,4 ha
[Abb. 63] „Schwarzplan Ratingen-West“ von Eicke, Finn (2025) | Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Die Wohnanlage “Ratingen-West” ist ein von 1967 bis in die 1970er Jahre errichteter neuer Stadtteil der Stadt Ratingen. Auf einer Fläche von rund ~95,4 ha plante die „Neue Heimat NRW“ gemeinsam mit der Stadt Ratingen Wohnraum für etwa 15.000 Menschen. Die städtebauliche Planung begann 1963/64 mit einem Konzept zur Erweiterung des Wohngebiets westlich der Altstadt. Nach dem Grundsatzbeschluss der Stadtverordnetenversammlung im November 1964 wurde 1965 ein erster Flächennutzungsplan verabschiedet. Die Typenplanung übernahm die Planungsabteilung „Neuen Heimat NRW“, das u. a. bereits vergleichbare Siedlungstypen in Monheim, Essen-Bergmannsfeld und Düsseldorf Garath realisiert hatte. Für die kleineren Typengrundrisse wurde die Hochtief AG beauftragt, welche diese mit ihrem, aus Schweden importierten, Allbeton-Verfahren errichtete. Neben den kleineren Zeilen- und Punkthäusern wurden im Zentrum von “Ratingen-West” auch größere Scheiben- und Blockbebauungen geplant. Der sogenannte “Lindwurm” wurde von der Hochtief AG mit ihrem Stahltunnel-Verfahren und die drei großen Scheiben wurden von der Beton- und Monierbau AG im Allbeton-Verfahren errichtet. Ergänzt wurde die Siedlung durch umfangreiche Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, eine Bücherei, ein Jugendheim, Einkaufsmöglichkeiten, ein Kulturzentrum, ein Heizwerk sowie großzügige Grünflächen mit Fuß- und Radwegen. Das Verkehrsnetz wurde so angelegt, dass Wohnstraßen als Sammelstraßen mit Wendeanlagen ausgebildet wurden. Geplant war außerdem ein S-Bahnhof mit „Park & Ride“-Plätzen und direkter Anbindung an Düsseldorf.

Quellen:

[35] Neue Heimat Magazine, 12/1966.
[40] Hochtief Nachrichten, 11/1973.
[41] Hochtief Nachrichten, 11/1974.